vereinsgeschichte
Der ASV erlebte seine Geburtsstunde am 18. September 1960. Schon im Juli dieses Jahres war im Gasthaus Gebhardt in Göppmannsbühl eine Versammlung sportbegeisterter junger Männer einberufen worden, um die Bereitschaft für die Gründung eines  Vereins zu sondieren. Angeregt hatte dieses Treffen der Kaufmann Raum aus Bayreuth. Die Resonanz war beachtlich, was allein schon durch die Präsenz des damaligen Bürgermeisters Michael Hautmann und der Gemeinderäte Busch, Merkel, Bayerlein und Thurn sowie des Oberlehrers Karls dokumentiert wird.Die Runde glaubte nicht nur an die Existenzberechtigung eines Sportvereins, sie hielt ihn auch auf Dauer für lebensfähig. So kam es zu jenem Gründungsakt im November. Etwa 40 Anwesende erklärten spontan ihren Beitritt. Aus der Vorstandswahl gingen hervor: Andreas Dötterl als 1. Vorsitzender, Josef Bayer als 2. Vorsitzender, Alfred Kuchenreuther als Schriftführer, Robert Zeitler als Kassier; Gerhard Busch, Oswald Bodenschatz und Wilhelm Roderer bildeten den Ausschuss.

Noch ungeklärt blieb an diesem Tag die Frage, wo ein geeignetes Gelände für einen Sportplatz zu finden sei. Der Vereinszweck wurde in der Satzung so formuliert: „Ideale Förderung und Pflege des Spiel-, Sport- und Kulturwesen auf volkstümlicher Grundlage als Mittel zur körperlichen und geistigen Ertüchtigung und Ausbildung seiner Mitglieder, zur Gesundheitspflege und Erziehung derselben zu christlich-sozialen Demokraten“.

Alsbald rührte man die Werbetrommel, so im Oktober 1960 in Kirchenpingarten. Acht Fußballfans unterzeichneten einen Aufnahmeantrag. Doch ganz reibungslos gestaltete sich die Aufbauphase nicht: Nach dem ersten Spiel der in der Sondergruppe Kemnath eingeteilten Truppe gegen Kastl – die Begegnung endete übrigens mit 2 : 2 – kam es beim geselligen Beisammensein im Gasthaus Gebhardt zu einem Zwischenfall: Vorsitzender Dötterl fühlte sich aus nicht restlos geklärter Ursache beleidigt und legte seinen Posten nieder.

Die logische Konsequenz hieß Ersatzwahl. Diese fand am 21. Oktober 1960 im Gasthaus Veigl in Haidenaab statt und brachte folgende Veränderungen und neue Funktionen: Michael Frank (1. Vorsitzender), Wolfgang Meindl, Hans Raum und Helmut Roderer (Spielausschuss), Richard Roderer (Jugendleiter), Heinz Hartmann (Sportwart), Wolfgang Meindl (Vergnügungswart).

Damals wie heute widmete sich der ASV ausschließlich einem Vereinszweck: dem Kampf ums runde Leder. Dabei frönte in den ersten fünf Jahren „nur“ ein Seniorenteam dem Fußballsport. Diente zunächst die Wiese des Landwirts Josef Bayer als Spielareal, so galt es bald, diese Notlösung durch einen richtigen Platz zu ersetzen. 1963 wurde die neue ASV-Arena auf Gemeindegrund an der heutigen Panoramastraße nach Immenreuth in Betrieb genommen. Bis 1972 kickten die Haidenaaber und Göppmannsbühler Spieler auf diesem Gelände.
Der Stamm der Aktiven in den Jahren 1960 bis 1965 bestand aus Karl Bayer, Gerhard Busch, Andreas Dötterl, Wilfried Eck, Hermann von Gernler, Heinz Hartmann, Alois Dötterl, Wilfried Kalfa, Heinz Kettel, Alfred Kuchenreuther, Wolfgang Meindl, Max Opitz, Albert Pöllath, Rainer Munz, Erwin Roderer, Wilhelm Roderer, Richard Roderer, Alois Scherm, Eduard Scherm, Reinhold Veigl, Josef Scherm, Hans Schertel, Heinz Schneider Josef Thill, Alfons Veigl und Heribert Veigl.

Der ASV agierte in den ersten drei Jahren seines Bestehens in der Sondergruppe Kemnath. Dann, im Jahr 1963, wurde der Verein in die C-Klasse Kreis Weiden eingruppiert. Zu diesem Zeitpunkt hieß der neue Vorsitzende Martin Hübner. Spitzenränge belegte die Mannschaft in dieser Phase nicht, aber man war mit dabei, absolvierte zahlreiche Pokalspiele in Neustadt am Kulm, in Immenreuth, in der ganzen Region.

Doch mit Ablauf der Saison 1964/65 kam das vorläufige Aus. Es fehlte schlichtweg an Spielern. Die Konsequenz: Der Verein wurde quasi aufgelöst. Es dauerte bis zum Januar 1970, ehe sich wieder etwas bewegte. War ein Jahr zuvor noch der Versuch gescheitert, ein neues Team auf die Beine zu stellen, so war dieses Bemühen unter Federführung des amtierenden Vorsitzenden Hermann von Gernler am 29. Januar 1970 von Erfolg gekrönt. Die sportliche – organisatorische Regie hatten Wolfgang und Manfred Deubzer. Schon im Herbst war man – wieder in der C-Klasse Weiden – in den Spielbetrieb integriert.

Um Tabellenplatz 5 oder 6 pendelten sich die ASVler in den Folgejahren bei der jeweiligen Saisonbilanz ein. 1975/76 errang die Mannschaft die Vizemeisterschaft – bis dahin der größte Erfolg in der Clubgeschichte. Als Torschützenkönig etablierte sich für mehr als zehn Jahre Albert Haberkorn, der sich in schöner Regelmäßigkeit als zielsicherster Stürmer erwies.

1974 wurde mit Georg Veigl aus Kirchenlaibach erstmals ein hauptamtlicher Trainer für den ASV Haidenaaab/Göppmannsbühl verpflichtet. Zugleich meldete der Verein beim Bayerischen Fußballverband eine Reservemannschaft an. Dem „zweiten Anzug“ war es vergönnt, auf Anhieb die Meisterschaft zu holen – eine kleine Sensation. Weitere Titel waren in den Jahren 1979, 1980 und 1982 zu notieren.

Langsam, aber sicher vergrößerte sich der ASV, kamen neue Abteilungen hinzu, etwa 1975, als auf Initiative von Wolfgang Meindl eine Schülermannschaft gegründet wurde. Junge Kräfte aus Haidenaab und Göppmannsbühl, aus Tressau und Reislas traten in den Verein ein und sorgten für frisches Blut im Verein. Nur wenig später gesellten sich Spieler aus Wirbenz und Kirchenpingarten hinzu. Nach Anlaufschwierigkeiten (vorletzter Platz in der ersten Saison) spielten die ASV-Jungs eine gute Rolle in der Schüler-Gruppe II, Kreis Weiden. Zweite und dritte Plätze in der Abschlusstabelle bezeugten den Aufwärtstrend.

1977 wurde eine A – Jugendmannschaft   aus der Taufe gehoben; die Nachwuchsarbeit nahm noch konkretere Formen an. Helmut Frenzl fungierte bei der Gründung als Jugendleiter, im Februar 1979 löste ihn der Speichersdorfer Horst Surauf ab, im Herbst 1982 folgte Paul Veigl. Ihm war es vorbehalten, mit seiner Truppe in der Saison 1984/85 erstmals einen Meistertitel für die ASV- Jugend zu erringen. Zu diesem Datum war auch schon ein B-Jugend-Team in Einsatz.

Parallel zur Wiederbelebung von 1970 begannen die Vorbereitungen für die Anlage eines neuen Hauptplatzes. Die Gebietsreform und die daraus resultierende Eingemeindung in die Kommune Speichersdorf standen als formale Voraussetzung Pate, dem Verein wurde in Haidenaab ein Sportgelände zur Verfügung gestellt.
Ab der Saison 1972/73 fanden hier Wettbewerbsspiele statt. In Eigeninitiative errichteten die Mitglieder 1978 eine Jugendschutzhütte, eine Jahr darauf baute Vereinswirt Heribert Veigl auf seinem Hofgrundstück eine Duschanlage mit Umkleidekabinen für den ASV. Die ASVler unterstützten dieses Projekt engagiert, die Brauerei Maisel aus Bayreuth sprang als Sponsor in die Bresche. 1980 wurde auf dem Sportplatz eine Flutlichtanlage installiert. 1985 entsprach die Gemeinde Speichersdorf dem Wunsch des ASV, ein Grundstück für ein Zweites Spielfeld anzukaufen.

Gerade einmal 22 Personen bildeten im Januar 1961 das Grundgerüst –  eine Zahl, die bis zur Reaktivierung von 1970 kaum stieg. Danach ging es steil bergauf. Das entscheidende Motiv war das Bestreben des Vereins, die Jugendarbeit zur forcieren. 1976 hatte man die Schallmauer von 100 Mitgliedern überschritten (118), zum Jubiläum von 1985 waren 178 Sportfreunde in der Kartei erfasst.

Selbstverständlich waren die mehrtägigen Festivitäten zum 25-jährigen Bestehen ein Höhepunkt in der Vereinschronik. Darüber hinaus war und ist der ASV ein belebendes gesellschaftliches Element im Gemeindewesen von Haidenaab und Göppmannsbühl. Beim ASV wird nicht nur Fußball gespielt. Das alljährliche Sportfest, Weihnachtsfeiern, Faschingstanz oder die Teilnahme an Festzügen befreundeter und benachbarter Vereine gehören als feste Termine zum Jahresprogramm.

Aus sportlicher Perspektive hatte der ASV in den vergangen 15 Jahren einige Wellentäler zu durchschreiten, Topleistungen einzelner Abteilungen wechselten sich mit Abwärtstendenzen in anderen Bereichen ab. Holte die E-Jugend in der Saison 1985/86 noch die Meisterschaft (wie auch die C-Jugend), so konnte für den Spielbetrieb im Jahr 1992 gar kein Juniorenteam gemeldet werden.

Die erste Mannschaft schaffte 1988 den großen Wurf, errang den C-Klasse-Titel und stieg damit zum ersten Mal in die B-Klasse auf. Der Erfolg wurde in der Trainer-Ägide von Christian Burucker erreicht. Ein Punkt bereitete den Verantwortlichen aber gerade nach dem Aufstieg erhebliche Probleme: Der Platz genügte schon geraume Zeit nicht mehr den Ansprüchen. Da für eine Renovierung keinerlei Zuschüsse zu erwarten waren, startete der ASV in die Planungsphase für ein neues Rasendomizil. Die Kosten wurden mit knapp 300000 Mark veranschlagt.

Diese Aufbruchstimmung wurde vom vorzeitigen Rücktritt des verdienten Vorsitzenden Heinz Kettel getrübt. Er hatte 1975 Hermann von Gernler abgelöst, der zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Kettel begründete seine Entscheidung vor der Generalversammlung im Februar 1989 mit „üblen Nachreden in der Öffentlichkeit und Machenschaften seitens einzelner Funktionäre“. Damit verabschiedete sich vorläufig das am längsten aktive Vorstandsmitglied des ASV Haidenaab/Göppmannsbühl aus der Führungsmannschaft.

Zum neuen Vorsitzenden wurde Paul Veigl gewählt. Seine Erfolgsbilanz nach zwölf Monaten: Klassenerhalt für das Aushängeschild erste Mannschaft – und mit 252 Beitragszahlern ein Mitgliederrekord. 1991 wurde Veigl einstimmig wiedergewählt. Auf dem baulichen Sektor entwickelten sich in diesem Jahr neue Aktivitäten. Nachdem ein Neubau der Sportanlage verschoben werden musste, erhielt zumindest der Hauptplatz eine 120 Meter lange Umrandung; für die Bewässerung der Rasenfläche war schon 1990 eine Wasserleitung eingerichtet worden.
Jetzt nahmen Überlegungen konkretere Formen an, am Rand des Stadions ein Gebäude mit Duschen- und Umkleidekabinen, sanitären Anlagen und einem Geräteraum zu realisieren – in einer Größenordnung von 72 m2. Erstmals in der 30-jährigne Vereinsgeschichte ließ der ASV Bandenwerbung zu; Veigl sprach von festen Zusagen für 60 Meter.

Bei der Jahreshauptversammlung 1992 – ein dickes Lob heimste Willibald Haberkorn von der Alt-Herren-Mannschaft ein, da er in fünf Jahren bei 114 Begegnungen nur ein einziges Mal gefehlt hatte – wurden zu diesem Projekt Zahlen auf den Tisch gelegt. Rund 215 000 DM sollte der Bau kosten, allein 30000 DM wurden dabei für den Abwasserkanal veranschlagt. 1993 schließlich vermeldete Vorsitzender Paul Veigl den Baubeginn. Er sprach gegenüber den Mitgliedern vom „wohl erfolgreichsten Jahr unserer Vereinshistorie“.

Sportlich setzte sich in den 90ern Jahren das Auf und Ab fort. Immer wieder musste das eine oder andere Jugendteam vom Spielbetrieb zurückgezogen werden, immer wieder war in den verschiedenen Altersklassen die Spielerdecke zu dünn. Andererseits gelang der „Ersten“ zum Beispiel 1992 der Titelgewinn bei der Hallenmeisterschaft im Kreis Weiden, nach dem Aufstieg in die B-Klasse das vielleicht herausragende Ereignis im ASV- Fußballgeschehen.

Der 20. Mai 1994 war für den ASV Haidenaab/Göppmannsbühl ein bedeutsames Datum: Das Sportheim, die umfangreichste Investition im Vereinsleben, wurde eingeweiht. Umkleideräume, Duschen und die sanitären Anlagen waren zu diesem Zeitpunkt schon in Betrieb. Die Eigenleistung der inzwischen 277 Mitglieder hatte in entscheidendem Maße zum Gelingen des Vorhabens beigetragen. Allen voran hatte der Vorsitzende Paul Veigl selbst die Arbeiten unermüdlich und vorbildhaft vorangetrieben. Die erste Mannschaft wusste dies zu schätzen und spendierte ihrem Chef eine einwöchige Urlaubsreise auf die Insel Rügen. Positive Resonanz fand auch die im Spieljahr 1992/93 als Premiere zu den Heimpartien herausgegeben Stadionzeitung mit dem Namen „ASV-Echo“. Zweiter Vorsitzender Roland Veigl sowie Harald Dötterl und Helmut Veigl waren die verantwortlichen Redakteure.

Heute ist der ASV Haidenaab/Göppmannsbühl aus der Vereinsstruktur der beiden Orte nicht mehr wegzudenken. Aus sportlicher Sicht hielt das Auf und Ab in der zweiten Hälfte der 90er Jahre  an. Die erste Mannschaft hatte sich mehrfach energisch gegen den Abstieg zu wehren. Schon vor der Winterpause der Saison 1996/97 zierte der ASV das Tabellenende. Mit Daniel Kauper vom TSV Kirchenlaibach hoffte man auf eine wertvolle Verstärkung im Zittern um den Klassenerhalt. Doch vergebens. Hatte in der Saison zuvor ein Tor von Alois Weber im letzten und entscheidenden Spiel zum Verbleib in der B-Klasse gesichert, so musste die erste Mannschaft nach zehn Jahren Zugehörigkeit zu B-Klasse den bitteren Weg in die C-Klasse antreten.

Positive Tendenz vermeldete hingegen die A-Jugend. Waren im Sommer 1996 gerade einmal sechs Spieler im Einsatz, so konnte der Kader ein Jahr später mit zehn Neulingen aufgefrischt werden, was sich auch in der Tabelle niederschlug.

Bei der Jahresversammlung im Februar 1997 beschlossen die Mitglieder, dass die Amtszeit des Vorstandes künftig nicht mehr zwei, sondern drei Jahre dauern solle. Mit 292 Mitgliedern war die 300er Schallmauer beinahe erreicht. Als Sorgenkind erwies sich wieder die A-Jugend. Sie zählte im Frühjahr 1998 gerade einmal elf Aktive.

In finanzieller Hinsicht allerdings war der ASV auf Erfolgskurs. Nach den erheblichen Investitionen in den Bau des Sportheims standen wieder schwarze Zahlen zu Buche. Eine Premiere war im August 1997 zu verzeichnen. Beim Stammtisch- und Pokalturnier des ASV demonstrierte erstmals eine Damenmannschaft des Vereins ihr Können. In der Partie gegen das Team der evangelischen Landjugend Prebitz/Seidwitz holte man ein 1:1.

Turbulent, doch letztlich höchst positiv gestalteten sich dann die nächsten Monate. Mit einer Neueinteilung der Spielklassen zur Saison 1998/99 fand sich der ASV Haidenaab/Göppmannsbühl plötzlich in der A-Klasse im Spielkreis Weiden-West wieder. Letztlich eine glückliche Entwicklung: Ungeschlagen holten sich die ASVler den Titel und  schafften damit den Aufstieg in die Kreisklasse. Ein Garant für die Siegesserie war vor Saisonbeginn der verpflichtete Trainer Rainer Friedrich aus Fichtelberg. Für die nötige Unterstützung vom Spielfeldrand sorgte übrigens eine Cheerleadertruppe – eine Idee von Kapitän Helmut Schmidt, der 16 Mädchen spontan folgten.

Weniger erfreulich war der Abwärtstrend bei der A-Jugend, die mangels Spielerdecke vom Spielbetrieb abgemeldet werden musste. Bei den Finanzen registrierte man rote Zahlen aufgrund einer Forderung des Finanzamts.

Nicht untätig blieb der ASV-Förderverein. So sammelten die Freunde und Gönner des Clubs 10000 Mark, von denen unter anderem  Spielgeräte für den Kinderspielplatz am Birkenwald angeschafft wurden.

Zu den Erfolgskapiteln der jüngsten Vereinsgeschichte gehört das 40-jähriige Vereinsjubiläum, gefeiert im Juli 2000. Organisiert hatte es ein Vorstand, dem bei der Hauptversammlung das Vertrauen ausgesprochen worden war. An der Spitze standen Paul Veigl als Vorsitzender und Roland Veigl als sein Stellvertreter. Die 40-Jahr-Feier war Anlass, drei Männern besonders zu danken. Neben Paul Veigl, der seit mehr als einem Jahrzehnt den Verein führte, waren dies Hermann von Gernler, der den Club 1970 zu neuem Leben erweckt hatte, und sein Nachfolger Heinz Kettel, der den Trend nach oben fortsetzte. Beide sind Ehrenvorsitzende des ASV.

Immer wieder zeichnet sich der Verein durch soziales Engagement aus. Anfang 2001 brachte Bernhard Etterer den Erlös einer Tombola persönlich zu den Ureinwohnern der Insel Mindoro (Philippinen). Stattliche 1500 DM lautete die Summe, mit der sich vor Ort 200 Familien einen Monat lang mit Fleisch und Reis versorgen konnten. Etterer, Weltenbummler aus Dennhof bei Kirchenpingarten, besaß auf Mindoro eine Schweinezucht und kannte die Schattenseiten dieses Traumlandes, in dem viele Menschen unter dem Existenzminimum leben. Der Mann, schon als Jugendlicher für den ASV aktiv, war von der potenziellen Aufstiegsmannschaft gebeten worden, sein Organisationstalent auszuspielen, um über eine Tombola Geld in die Teamkasse zu spülen. Etterer klapperte über 350 Geschäfte wegen Spenden ab – und die Spieler zeigten sich so angetan, dass sie beschlossen, einen Großteil des Erlöses für den guten Zweck einzusetzen.

Gleich zwei Mannschaften holten sich in der Saison 2000/2001 den Titel. Der „Ersten“ – übrigens der einzige oberfränkische Vertreter im oberpfälzischen Fußballkreis Weiden – gelang der Sprung in die Kreisliga Weiden-West. Die zweite Mannschaft landete in der B-Klasse auf Platz eins, verzichtete aber auf den Aufstieg in die A-Klasse. Lieber wollte man künftig die Vorspiele der ersten Mannschaft bestreiten.
Das Trainingszepter schwang immer noch Rainer Friedrich, der nach zwei Aufstiegen innerhalb von drei Jahren seinen Rücktritt erklärte, um sich mehr seiner Familie zu widmen. Neuer Trainer wurde der 35jährige Gerhard Weigl aus Mistelgau.

Ab dem Jahr 2001 baute man beim ASV Haidenaab/Göppmannsbühl verstärkt auf die Jugendarbeit, für die eine eigene Abteilung gegründet wurde. Im September 2002 stand mit Stephan Veigl auch ein Übungsleiter zur Verfügung, der an der Sportschule in Oberhaching die Trainerlizenz für den Nachwuchsbereich – den B-Schein – erworben hatte. Der damals 24jährige trainierte die D-Jugend. Alles in allem jagten zu diesem Zeitpunkt 35 Kinder und Jugendliche unter den 300 Mitgliedern dem runden Leder nach.

Wie es sich für einen stets nach vorne strebenden Verein gehört, ließ und lässt man sich beim ASV immer wieder etwas Neues einfallen. So fand im Juni 2003 das erste Trainings- und Zeltlager der ASV-Jugendsparte statt – drei Tage mit 25 Kindern von 6 bis 13 Jahren.

Im Juli ging beim ASV die erste Auflage des E-Jugend-Masters im Spielkreis Weiden über die Bühne. 150 Akteure und 200 Zuschauer waren durchaus respektable Zahlen. Die  Arbeit mit dem Nachwuchs bekam einen immer höheren Stellenwert. Sogar im Kindergarten ließen sich die Kicker sehen und veranstalteten dort einen Schnuppertag.

Alle Haidenaaber Fußballfans empfanden es jedenfalls als ein Ereignis vor geradezu geschichtlicher Dimension, als Ende Mai 2004 nach einem 2:1 –  Sieg beim Weiden-Ost der Titelgewinn in der Kreisliga Weiden und damit der Aufstieg der ASV-Fußballer in die Bezirksliga Oberpfalz-Nord feststand – zweifellos das bis dahin herausragende Ereignis in der Vereinsgeschichte. Im Rathaus durften sich die Aufsteiger ins Goldene Buch der Gemeinde Speichersdorf eintragen.

Auch bei den Kleinen blieb man in der Erfolgsspur, die vorbildliche Jugendarbeit trug Früchte. 2004 nahmen D-, E- und F-Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil, die C-Jugend bildete eine Spielgemeinschaft mit dem SV Immenreuth. Doch dieser Trend hielt nicht lange an. Bei der Jahresversammlung im März 2005 musste Abteilungsleiter Stephan Veigl verkünden, dass die E-Junioren mangels Spieler keine Mannschaft mehr stellen könnten und das die C-Jugend nur noch drei Spieler für die  Kooperation mit Immenreuth beisteuere: “Es gibt kein gutes Bild ab, wenn wir eine Spielgemeinschaft gründen und dann nichts dazu beitragen“.

Bei den „Großen“ folgte dem „Wunder“ ebenfalls die Ernüchterung: Der Abstieg aus der Bezirksliga war nicht zu verhindern. Auch nicht von Reinhold Moder, der vier Spieltage vor Saisonende nach dem Rückzug von Gerhard Weigl das Traineramt übernahm. Das Positive: Der Kader mit einem Altersdurchschnitt von 24 Jahren blieb nahezu unverändert zusammen. Der Optimismus, mit dem man in die neue Kreisliga-Saison startete, war nicht  unberechtigt –  von Anfang an setzte man sich in der Saison 2005/2006 an der Tabellenspitze fest, errang den Meistertitel und den sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksliga.

Es folgten Jahre des sportlichen Abstiegs. Altersbedingt und dadurch, dass Kinder und Jugenliche nicht in ausreichender Anzahl die Seniorenmannschaften unterstützen konnten, war der sportliche Abstieg vorhersehbar. Es sollte Jahre dauern, bis wieder ein Erfolg gefeiert werden sollte.

Durch die beiden Trainer Harald Biersack und Helmut Veigl wurden wieder eine Großfeldmannschaft im Jugendbereich begleitet, die fußballerisch einiges erwarten lies. Und als die Jugendlichen in den Seniorenbereich wechselten, ging es bergauf. In der Saison 2014/2015 gelang die Meisterschaft in der A-Klasse Amberg/Weiden, damit verbunden war der Aufstieg in die Kreisklasse.

In der Saison 2016/2017 geglang dem jungen Team, das von Helmut Veigl bzw. ab Januar 2017 von Thomas Stock trainiert wurde, durch einen starken Schlussspurt der 2. Platz, der zur Aufstiegsrelegation berechtigte. Leider reichten die Kräfte nicht ganz, um in die nächst höherer Spielklasse aufzusteigen.